Kinderhaus Kai
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1.9.2015 : 20:05 : +0200

Sommerferien

Wir wünschen allen Kindern und Erwachsenen erholsame und spaßige Sommerferien und freuen uns schon heute auf den gemeinsamen Rückblick der Urlaubserlebnisse zum Beginn unseres neuen Förderjahres am 7. September 2015.

Unsere Geschichte

Kai lacht wieder.

So heißt die Geschichte eines hochgradig autistischen Jungen, niedergeschrieben von einem seiner ehemaligen Betreuer.


Es ist auch die Geschichte der Kinderhäuser Kai.


Nach vergeblicher Suche nach einer geeigneten Betreuungsform für ihren Sohn gründeten Kai’s Eltern eine Elterninitiative für mehrfach behinderte Kinder.


Das war 1971.


Auf dieser Initiative aufbauend wurde im Kinderhaus Kai am Böhmerwaldplatz, zusätzlich zu den drei Gruppen für mehrfach behinderte Kinder, eine erste Betreuungsgruppe für seelisch behinderte und lernbehinderte junge Menschen eröffnet. Nach und nach wurden hierfür auch die anderen drei Gruppen umgewandelt.


1974 wurde der Verein Kinderhaus Gemeinschaft gegründet, der später in Verein für Sozialeinrichtungen umbenannt wurde. Seit 1999 ist er alleiniger Gesellschafter der gemeinnützigen Kai Service GmbH.


1985 und 1992 folgte der Aufbau von zwei weiteren Kinderhäusern Kai: 1985 eröffnete das Kinderhaus Kai im Bürgerpark in Oberföhring und 1992 das Kinderhaus Kai in der Kirchenschule in Germering mit jeweils zwei heilpädagogischen Kindergarten- und Hortgruppen.


Im Jahr 1999 erfolgte der Aufbau einer Sozialpädagogischen Tagesgruppe im Kinderhauses Kai am Gößweinsteinplatz und im Jahr 2000 der Aufbau einer Sozialpädagogischen Tagesgruppe im Kinderhaus Kai in der Reichenauschule.


Ebenfalls im Jahr 2000 beteiligte sich die gemeinnützige Kai Service GmbH an einem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt, aus dem sich im Kinderhaus Kai Pasing eine Gruppe für Schulkinder mit Eingliederungshilfebedarf entwickelte und eine weitere für die Erziehung in einer Tagesgruppe.


Zusätzlich zur Förderung in den Heil- und Sozialpädagogischen Tagesstätten bieten wir seit 1999 mit der Sozialpädagogischen Lernhilfe ein Angebot der Jugendsozialarbeit im Münchner Westen an.


Seit April 2005 sind der Gesellschafter und die Kai Service GmbH gemäß § 75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.


Durch die Auswahl geeigneter Standorte für eine Optimierung der Förderung kam es von 2005 bis 2013 zu zahlreichen Umzügen.

  • Anfang 2005 beziehen die beiden Sozialpädagogischen Tagesgruppen ein gemeinsames Kinderhaus Kai Neuaubing.
  • Im Jahr 2006 zieht die Einrichtung in Germering von der Kirchenschule ins neue Kinderhaus Kai Germering.
  • Im Jahr 2006 verlagert das Kinderhauses Kai von Oberföhring den Standort nach Riem in das Förderzentrum.
  • Im Jahr 2008 verlagert die Einrichtung am Böhmerwaldplatz den Standort ins neue Kinderhaus Kai Freimann.
  • Im Jahr 2011 zieht das Kinderhauses Kai Neuaubing an einen infrastrukturell besser gelegenen Standort am Westkreuz.
  • im Sommer 2013 zieht das Kinderhaus Kai in Riem in das neue Kinderhaus direkt am BUGA-Park.


Bis heute bauen wir auf dem Engagement von Kai’s Eltern auf und entwickeln für die Förderung der jungen Menschen, ihre Eltern und die Familien die Angebotsformen weiter und qualifizieren unsere Arbeit stetig fort.

Unser Leitbild

Wir achten und würdigen die Einzigartigkeit jedes Menschen und begegnen ihm respektvoll und vorurteilsfrei.

Wir achten das, was uns umgibt und gehen pfleglich damit um.

Wir respektieren den freien Willen jedes Menschen.

Wir sind interessiert an dem, was wir nicht kennen.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch sich entwickeln möchte. Dabei unterstützen und fördern wir die uns anvertrauten jungen Menschen und Familien. Im kollegialen Zusammenarbeiten findet diese Haltung ihre Entsprechung.

Wir gehen davon aus, dass alles was Menschen erleben und erfahren eine Wirkung hat und deswegen beachtet werden muss.

Wir sehen Fehler als Quelle für Entwicklung.

Wir gehen verantwortungsvoll mit den uns übertragenen Aufgaben um.

Wir unterstützen uns gegenseitig und schöpfen aus der Vielfalt der unterschiedlichen Arbeitsansätze.

Wir lernen miteinander und voneinander.

Wir, die jungen Menschen und ihre Familien entwickeln die Arbeitsbereiche aktiv mit und sind verantwortlich für diese.

Wir suchen und entdecken Fähigkeiten und Talente.

Wir fördern die individuellen Begabungen. Sie sind die Wegweiser für eine kreative Förderung und Begleitung der jungen Menschen und ihrer Eltern. In diesem Sinne setzen wir auch die Kompetenzen unserer Mitarbeiter ein und unterstützen deren berufliche Weiterentwicklung.

Wir integrieren die natürlichen Unterstützersysteme der jungen Menschen und ihrer Eltern.

Wir fördern sie darin, die Angebote im Wohn- und Lebensumfeld aktiv wahrzunehmen und kooperieren mit den entsprechenden Personen und Institutionen.

Wir gehen verantwortlich mit öffentlichen Ressourcen um und setzen die finanziellen Mittel effizient ein.

Wir begegnen Veränderungen aufgeschlossen. Sie regen uns dazu an unsere Arbeit zu hinterfragen und  setzen innovative Kräfte frei.

Wir blicken neugierig und mutig in die Zukunft.

Gesetzlicher Auftrag

Am 20. November 1989 einigten sich die Vereinten Nationen auf die Rechte des Kindes.

 

Die Landeshauptstadt München erkennt diese Kinderrechte mit dem Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 24. Juli 2001 ausdrücklich an und bemüht sich auf allen Ebenen, sie im Rahmen ihrer Zuständigkeiten umzusetzen.

 

Am 26. März 2009 ist das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossene „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ in Deutschland in Kraft getreten.

Unsere Arbeit in den Opens internal link in current windowHeil- und Sozialpädagogischen Tagesstätten sowie der Opens internal link in current windowSozialpädagogischen Lernhilfe beruht auf Opens internal link in current windowgesetzlicher Grundlage, welche die Kinderrechte sowie die Rechte von Menschen mit Behinderung einschließt. Die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft, die Inklusion, ist der Leitgedanke der UN-Behindertenrechtskonvention.

Diese Rechte verstehen wir deshalb als Auftrag an uns, die jungen Menschen darin zu unterstützen, ihre Kinder- und Menschenrechte wahrnehmen zu können – und zwar nicht nur in unseren Einrichtungen und während der Förderzeit, sondern auch außerhalb davon.

Kunstwerk

Dieses Gesamt-Kunstwerk ist entstanden durch die Einzel-Kunstwerke mehrerer junger Menschen, die diese im Rahmen ihrer kunsttherapeutischen Fachdienststunden im Kinderhaus Kai Riem geschaffen haben.